Weitere Ergebnisse und Leistungen
aus regionalem Direkteinkauf in Deutschland, Schweiz und Österreich
1. Aufbau der regionalen Basis
Ein Beispiel eines Regionalverbandes der Genossenschaft mit ca. 5.000 Teilnehmern. Jeder Teilnehmer hat nur ein Stimmrecht und bezahlt einmalig für einen Anteil an der Genossenschaft = 100,- €.
Anteile ohne Stimmrecht, aber gleiche Rendite, die vorwiegend für Investitionen verwendet werden, können bis zu 99 Stück pro Teilnehmer geordert werden. Alle bekommen aus den Umsatzerlösen ihren prozentualen Anteil, aber auch eigene Sondervergünstigungen durch Produkthersteller in den Folgejahren. Außer den georderten Anteilen besteht keine weitere Mithaftung.
2. Regionale Systeme der Genossenschaft
Das Ziel der Genossenschaft liegt in einer Vielzahl von regionalen Gruppen in Landkreisen und Kantonen in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Im Grunde können sich in allen Gebieten, selbst kontrollierte und verwaltete Gruppen der Genossenschaft bilden, die regional vor Ort ihre möglichen Aktivitäten ausbauen. Der große Vorteil ist jedoch, dass alle gleichberechtigt am zentralen System angeschlossen sind, und alle den Nutzen des konzentrierten Einkaufs an ihre Teilnehmer weitergeben können.
3. Leistungen der Genossenschaft
Vorbemerkung:
Genossenschaften sind nicht vergleichbar mit Großmärkten oder Handelsgesellschaften, die über das globalisierte System einen Großteil ihrer Produkte in Billigländern einkaufen, in denen Kinderarbeit herrscht und Hungerlöhne bezahlt werden.
Es gibt bei der sogenannten Globalisierung erschreckend viele negative Beispiele, besonders die Ausbeutung der Arbeitskraft dazu führt, dass Produkte, die bei uns zu einem Preis von ca. 100,-€ verkauft werden, im Einkauf kaum 4-5 € kosten. Entsprechend schlecht ist die teils giftige Qualität. Viele unserer Lebensmittel machen krank, sind gestreckt mit Weichmachern, viel Zucker, zu hohen Industriefettanteilen und Suchtstoffen, um nur einige zu nennen. Kein Wunder, dass bei der globalen Billigware von wenigen Profiteuren mehr als die Hälfte des Endverkaufspreises als Handelsgewinne vereinnahmt werden.
In der europäischen Landwirtschaft gibt es auch Dumpinglöhne, sie sind aber nicht so brutal vergleichbar. Doch dass Landwirte, die das ganze Jahr schuften, das volle Risiko des Wetters - oft mit hohen Ernteausfällen - tragen, nur Billigstpreise bezahlt bekommen, manche davon am Rande des Konkurses stehen, das sind die Ergebnisse von politischem Irrsinn. Trotz allem träumt sogar der Bauernverband vom Segen einer großen industrialisierten Landwirtschaft, wenn zukünftig noch mehr Energiepflanzen noch billiger mit noch stärkerer Ausbeutung angebaut werden sollen. (Treibstoffe gegen Nahrung.)
Die intensive Landwirtschaft zerstört wichtige Grundlagen des Lebens. Die Böden der Erde sind in größter Gefahr, der Mensch baut ihn teils zehnmal schneller ab, als er sich nachbilden kann. Das verschlechtert seine Fähigkeit, Nährstoffe bereitzustellen, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden, verschmutztes Wasser zu filtern und die Artenvielfalt aufrecht zu erhalten. Die Degradierung hat viele Gesichter, wie etwa die Verschmutzung und Versalzung des Grundwassers, das aus immer tieferen Schichten gepumpt wird. Der US Landwirtschaft droht bereits ein Kollaps, auch weil laufend neue Pflanzenkrankheiten große Schäden anrichten, und vor allem, was längst zu erwarten war, auch Genpflanzen massiv befallen werden.
Die Bevölkerung der Welt und der Wohlstand in Europa sollen laut Prognosen bis 2030 um etwa 20 - 30% steigen. Als Folge werden die Böden durch weitere Vergiftung dezimiert und lt. WWF und UNO zur Wüste verwandelt, der Klimawandel hilft dabei kräftig mit. In den letzen 20 Jahren verlor die Welt ca. 25% Ackerböden!
Deswegen sollte sich die Landwirtschaft auf ihren Ursprung besinnen und von Systemen der massiven Ausbeutung durch kapitalistische Börsensysysteme trennen.
WIR kennen viele gesunde Lösungen, wie die Ernte ohne Gift und Chemie verdoppelt werden kann.
Der Verlust von Bauernhöfen bedroht die Artenvielfalt in D – A - CH. Auch hier müssen wir noch in diesem Jahrzehnt mit großen Problemen durch die industrialisierte Landwirtschaft ähnlich wie in Amerika rechnen.
GEN ist keine Lösung!
Was selten gesagt wird, dass dann 250-300.000 Kleinbetriebe kaputt gehen, aber in armen Ländern zwei Milliarden Menschen kaum noch etwas zum Essen und nur verseuchtes Wasser zum Trinken haben. Täglich sterben daran ca. 20 - 30.000 Menschen und alle 3 Sekunden ein Kleinkind, das ist programmierter Mord. Beschämend, weil Börsenspekulanten bestimmen, wer etwas zu Essen bekommt oder nicht. Wir unterstützen nicht diesen globalisierten Wahnsinn, weil es genug Methoden gibt, wie in den Regionen unter Mithilfe der Bürger gesunde Nahrung für alle Menschen ohne Gift und Chemie (auch viel preiswerter als vorher) erzeugt werden kann.
4. Leistungen in Zahlen
Vorab, hinter der Genossenschaft steht durch verschiedenartige Querverbindungen ein Verbund von Unternehmen. Einige, die ungiftige Pflanzendünger und viel bessere Anbaumethoden in höchster Qualität liefern können. Andere, die Energietechniken entwickelt haben - ohne Atom, Kohle oder Erdöl – der Input nur aus anfallendem Müll, Holz, Sondermüll, Gras, alle organischen Pflanzen, Klärschlamm, Elektroschrott, Kunststoffe, Plastik, Nahrungsreste, und vielen weiteren Abfallstoffen besteht. Aus diesen Rohstoffen, (die bisher teuer verbrannt werden und die Umwelt vergiften), können jetzt hochwertige Energien erzeugt werden, besonders Strom, Benzin, Diesel oder Heizöl. Diese Anlagen haben einen doppelt so hohen Wirkungsgrad wie Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerke, haben 100% Speicher und alles wird direkt zu jeder Zeit fast ohne Verlust in Energie umgewandelt. Das können weder Atom- oder Kohlekraftwerke. Photovoltaik und Windkraft aber auch nicht.
Beispiel eines Regionalverbandes mit 5000 Teilnehmern.
Laut Statistik fallen jährlich bei 5000 Haushalten im Jahr ca. 7-8000 Tonnen Abfall und Müll an, der größtenteils verbrannt wird. Weitere Abfälle und Biomasse aller Art kommen aus umliegenden Betrieben, Land- und Forstwirtschaft, Kommunen und Kläranlagen und belaufen sich zusammen auf jährlich rund 12-20.000 to.
Aus ca. 18-20.000 to. Müllabfall können ca. 5 Millionen Liter Benzin-, Diesel oder ca. 25 Millionen kWh Strom erzeugt werden. Das reicht für einen Ort mit ca. 5000 Haushalten zur Energieversorgung. Die bisherige Verbrennung von Müll kostet pro Tonne ca. 150-200,- €, das sind bei 8.000 to. ca. 1,2-1,6 Mio €. Mit der neuen Verwertung des Mülls werden jährlich 1,5-2 Millionen € Wertschöpfung umweltgerecht generiert. Statt 1,2-1,6 Mio. Kosten, werden jetzt aus dem gleichen Rohstoff durch die neuen Techniken mehr als 1,5 - 2 Millionen € Einnahmen.
So eine Anlage kostet ca. 10-11 Mio. €, erwirtschaftet aber eine Rendite bezogen auf das Kapital in zweistelliger Höhe pro Jahr.
Weiterhin erzeugt diese Anlage zusätzlich auch Wärme, ca. 25 Mio. kWh pro Jahr. Das bringt eine weitere Wertschöpfung von ca. 1-2 Cent pro kWh. Wenn genügend Gelände zur Verfügung steht, werden spezielle Gewächshäuser gebaut und mit der Abfallwärme beheizt. Hier kann das ganze Jahr gesundes, hochwertiges Obst und Gemüse erzeugt werden, mit fast doppelt soviel Ernteertrag auch ohne Gift- oder Chemiedünger.
Es geht noch weiter, was in Gewächshäusern aus der Wärme und CO2 Kohlendioxid machbar ist.
Es gibt eine Algensorte (aus ca. 420.000 Arten), die sich nur von Kohlendioxid und Wärme ernährt und sich im Gewicht täglich verdoppelt. Die Algenmasse besteht zu 70% aus hochwertigem Öl (sehr gut für Treibstoffe) und zu 30% aus gesunder Nahrung (Proteinen, Mineralien und Vitamine).
Die Voraussetzungen zur Produktion sind vorhanden. Ein einfaches Beispiel: Ein Hektar Acker mit Raps bringt jährlich 2-3000 Liter Rapsöl. Eine gleichgroße normale Bodenfläche mit Algen bringt pro Tag ca. 6000 Liter Öl.
Detaillierte Rechnung
für Genossenschafts-Mitglieder.
Wie sehen die persönlichen Vorteile der Mitglieder aus, nur mal bezogen auf die Stromversorgung: Der Strom erfüllt nach den EEG Richtlinien die Einspeisung des Ökostroms. In Deutschland gibt es ca. 800 – 900 Stromanbieter, die großteils ihren Strom bei den großen vier Herstellern (meistens aus Kohle, Erdgas, Atom) kaufen, um ihn wieder an ihre Kunden zu verkaufen, die dann mit teurem Werbeaufwand ihre Kunden erst suchen müssen. Es gibt also zwei sehr teure Handelswege mit hohen Verwaltungskosten etc. Erstens beim Einkauf des Stroms und zweitens beim Verkauf des Stroms. So liegt doch nahe, den eigen erzeugten Ökostrom durch eigene Vertriebsgesellschaften direkt an Genossenschaftsmitglieder zu verkaufen.
Aus der Ertragsberechnung der Stromanlagen haben Sie ersehen, dass eine große Kapitalrendite daraus erwirtschaftet wird. Denken Sie an das Genossenschaftssystem, alle Preiskalkulationen werden von Aufsichtsräten und gewählten Vorständen der Mitglieder geregelt.
Wie Sie sicherlich erkannt haben, bestehen die Aktivitäten der Genossenschaft aus Vorgängen zum umweltgerechten Leben. Dazu gehören Produktarten aus umweltgerechter Erzeugung, nicht nur Energien und gesunde Nahrung.
Unsere Vorstellung: In A - CH – D könnten mehr als die Hälfte aller Kohle- Gas- und Atomkraftwerke innerhalb von 10 Jahren aus dem bestehenden Potential dezentral ersetzt werden.
Fazit:
Durch die Stärke der regionalen Genossenschaften in den drei Ländern mit der direkten Marktkontrolle entwickelt sich ein völlig anderes und ehrliches Preisgefüge, weil sämtliche Ertragsgewinne innerhalb verteilt werden. Es kann also durchaus sein, dass bei vollem Produktionslauf der Anlagen aus allen Bereichen der Genossenschaft eine jährliche Rendite für die Mitglieder von über 20% neben den Stromvergütungen bezogen aus den Techniken und dem Stromeinkauf gegenüber dem Beteiligungskapital generiert werden kann.
Bei der Genossenschaft geht es grundsätzlich um gesundes, umweltgerechtes Leben. Dazu gehören neben der eigenen autarken Energieversorgung (Treibstoffe, Strom, Heizung), auch Produkte des täglichen Lebens, Einführungen neuer Fahrzeuge, die nicht mit Benzin oder Diesel fahren und vieles mehr. Es ist fast alles entwickelt und könnte sehr preiswert gebaut werden, es fehlt nur noch der Druck vom Volk diese neuen Produkte durchzusetzen. Und bei fast allen Produkten sind locker zweistellige % Preisnachlässe drin.
Auch stark steigende Inflationsentwicklungen können uns kaum gefährden. Wir sind wenig abhängig von Rohstoffen, die den Börsenspekulanten ausgeliefert sind. Bei uns werden bevorzugt Rohstoffe aus heimischer Produktion verwendet. Müll, der von anderen auf Halden landet, wird von uns veredelt.
Unsere Hauptaufgabe ist, dass das Genossenschafts- System nicht von Spekulanten unterwandert wird. Niemandem ist geholfen, wenn in den nächsten 10 Jahren sich wieder die Kaufkraft gegenüber dem Einkommen „halbiert“, wie in den vergangenen Jahren seit der Einführung des Euro, was leider zu befürchten ist. In der Genossenschaft kann sich viel Potential aufbauen, wenn viele teilnehmen, so dass sich die Teilnehmer in schlimmen Zeiten in verschiedener Art selbst gegenseitig sogar im Tausch versorgen können.
Zur Vorsorge ist geplant, dass mit dem Wachstum der Genossenschaft ein einheitliches, eigenes, regionales Geld für den internen Zahlungsverkehr eingeführt wird. Es gibt schon seit Jahren funktionierende Systeme, dafür laufen bereits Vorbereitungen.